Sukzessiver Vermögensaufbau vs. Einmaleinlage mit Wertschriften

Die Einmaleinlage – kann sich wie eine kalte Dusche anfühlen
Du kannst schnell nass werden. Sinngerecht übersetzt bedeutet das. Wenn du CHF 12‘000 am 3.1.2020 zu 100% in den SPI* investiert hättest, wäre dein Guthaben per Ende Jahr immerhin CHF 12‘360 gewesen und der eiskalte Schauer mit Tiefststand 16.3.20 von CHF 9‘300 Depotwert (innert 72 Tagen Minus CHF 2‘700) hat dich nicht in einen Schockzustand versetzt.

Stetiger Vermögensaufbau (Sparplan in Wertschriften) – ist wie eine Giesskanne
Du wirst zwar ebenfalls nass, jedoch dosierter. Wenn du jeden Monat im Jahr 2020 am 25. jedes Monats CHF 1‘000 zu 100% in den SPI* investiert hättest, wäre dein Depotwert bei CHF 12‘780 gestanden. Die Jahresrendite wäre also doppelt so hoch wie bei der Einmaleinlage am 3.1.20 gewesen. Hätte die Börsenkorrektur länger gedauert als nur wenige Wochen, wäre der (Cost/Average) Effekt natürlich noch höher ausgefallen.

Fazit: Selbst im Jahre 2020 mit dem kürzesten Börsentaucher in der Geschichte, hat sich der sukzessive Vermögensaufbau vs. der Einmaleinlage ausbezahlt. Inklusive Kosten (All-in Fee und Produktkosten) schneidet der sukzessive Vermögensaufbau im Vergleich mit der Einmaleinlage noch besser ab, da die Kosten immer nur auf die Zeit des deponierten Gesamtvermögens anfallen. Währenddem bei der Einmaleinlage die Kosten von Beginn weg, bei obigem Beispiel auf CHF 12‘000 (plus/minus je nach Kursschwankungen), anfallen, werden diese beim sukzessiven Vermögensaufbau optimiert. Im Januar auf CHF 1‘000, im Februar auf CHF 2‘000 usw. bis ab 25.12. auf CHF 12‘000 resp. auf den Marktwert des Vermögens.

Pro/Contra sukzessiver Vermögensaufbau – Sparplan in Wertschriften

? Glättung der Kursschwankungen = man schläft gut

? Beim Zukauf in rückläufigen Märkten verbilligt sich der durchschnittliche Einstiegskurs = Nutzung einer Opportunität

? Kosten schlagen weniger zu Buche = die All-in Fee wird auf die Zeitdauer des entsprechenden Guthabens berechnet, vgl. Erklärung im vorangegangenen Fazit

? Monatliche Einzahlungen in einen Fondssparplan sind Bestandteil eines fixen Budgets = Motto: was ich nicht habe, gebe ich nicht für etwas aus, was ich nicht dringend benötige (eine Art bewusstes Zwangssparen für ein «höheres» Ziel)

? Bei einem «weg ist weg» Plan auch mit kleinen Beträgen fällt es in der Regel einfacher, diszipliniert den Plan einzuhalten = Rationalität vor Emotionalität

? Der Zinseszinseffekt ist kleiner = Dividenden und Zinsen werden bei der Einmaleinlage von Beginn weg auf einen höheren Betrag reinvestiert

? Wenn man einen guten Einstiegspunkt für eine Einmaleinlage erwischt, z.B. 17.3.20 (Corona), 15.1.15 (Aufhebung Untergrenze CHF/EUR), 9.3.09 (Tiefst nach Finanzkrise), 12.3.02 (Tiefst nach Dotcom-Blase, World-Trade Anschlag, weltweite Rezession) partizipiert man mit einem Riesen Boost an der Erholung der Märkte = herzliche Gratulation

? Wenn der Markt weniger Schwankungen aufweist und man mit einem langen Atem auf ein Ziel hin spart (> 15 Jahre) sowie das Geld zur Verfügung hat, ist die Einmal-einlage vor zu ziehen (vgl. 3. im nächsten Inhaltsblock)

Fazit: Es sprechen viele Gründe für den systematischen, sukzessiven Vermögensaufbaus mit Wertschriftensparen, umso mehr niemand den richtigen Zeitpunkt für eine Börsenkorrektur voraussagen kann und man immer erst im Nachhinein den tiefsten Zeitpunkt kennt. Für Investoren mit weniger Vermögen und für solche, welche Respekt vor der nächsten Börsenkrise haben, ist der sukzessive Vermögensaufbau die einzige richtige Lösung. Gar nicht investieren, ist heute keine Alternative mehr ausser natürlich man schwimmt im Geld.

Weitere historische Daten bei einem Investment von 100% in den MSCI World**: sukzessiver Vermögensaufbau vs. Einmaleinlage (ohne Berücksichtigung Kosten):

1. Wer Anfang 2000 beispielsweise kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase in eine Einmaleinlage investierte, war 13 Jahre lang in der Verlustzone. Beim sukzessiven Vermögensaufbau betrug die Rendite immerhin wieder nach sechs Jahren durch-schnittlich 4,1 Prozent pro Jahr. Zwar durchbrach auch bei diesem Plan der Anlagewert in der Finanzkrise 2008/2009 wieder den positiven Saldo, lag aber Ende 2010 schon wieder mit 1,9 Prozent pro Jahr in der Gewinnzone. (Betrachtung 2000 – 2013).
2. Die Bilanz der vergangenen 20 Jahre fällt ebenfalls zugunsten des sukzessiven Vermögensaufbaus, dem Sparplan, aus. Während die Einmalanlage von Anfang 2000 bis Ende 2019 eine durchschnittliche Jahresrendite von 3,7 Prozent erzielte, brachte das monatliche Sparen eine Rendite von 7,9 Prozent pro Jahr ein (Betrachtung 2000 – 2019).
3. Rückblickend seit 1926 war nur in knapp 10% der Fälle allerdings der sukzessiven Vermögensaufbau besser wie die Einmaleinlage. In über 90% war die Einmaleinlage der bessere Tipp. Die industrielle Revolution nach den beiden Weltkriegen brachte natürlich ein beachtliches Wirtschafswachstum zu Tage. Die Skepsis, ob das Wachstum weiter anhält, ist nicht von der Hand zu weisen. Nicht auszuschliessen sind solche in Teilmärkten wie in jüngerer Zeit sie die technische, digitale Revolution hervorgebracht hat (Nasdaq, Krypto etc.) oder in sogenannten Frontier Markets (2. Reihe der Schwel-lenländer = kleinere Märkte, hohes Bevölkerungswachstum). Grundsätzlich gilt, je höher die Gewinnchancen, desto höher die Risiken oder no risk no fun!

Kurz zusammengefasst

Noch heute mit einem Sparplan in Wertschriften beginnen. Über unseren Vorsorgerechner Vermögensverwaltung bei Sparbatze deine Ersteinlage und allenfalls deine regelmässigen Einzahlungen im Jahr erfassen. Simuliere mit der Anlagedauer und den Anlagestrategien wann du wieviel Vermögen erreichen könntest. (Grundlage für die Berechnungen: Durch-schnittliche Rendite pro Strategie in den letzten 10 Jahren).
Sparbatze macht es dir leicht, auch mit kleinen Beträgen an effizienten Märkten teil-zunehmen sei es mit der Säule 3A und/oder in der freien Vermögensvorsorge mit der Vermögensverwaltung. Es stehen dir 12 Anlagethemen und 4 Anlagestrategien mit einem Aktienanteil von 0%, 25%, 45% und 75% zur Verfügung. Bald auch eine mit 99% Aktien.

Wir von Sparbatze freuen uns über deine Inputs und Fragen: info@sparbatze.ch / Tel. 044 500 69 90

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Legende:

*SPI = Swiss Performance Index mit >200 Schweizer Firmen
**MSCI World Index mit >1600 Firmen aus 23 Industrieländern und 27 Schwellenländern