Säule 3a: Wo sich das Bank- und das Versicherungsangebot unterscheiden

3a-Vorsorgesparen bei einer Bank oder Versicherung:
macht das denn einen Unterschied, ob ich da oder dort spare? Natürlich, und wie!Sparbatze zeigt dir die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick, damit du optimal für das Alter sparen kannst.Und, wie sorgst du vor?

Säule 3a: Wo sich das Bank- und das Versicherungsangebot unterscheiden

Sechs von zehn Schweizerinnen und Schweizern, die im Rahmen der Säule 3a sparen, tun dies mit einer Banklösung. Und wo sparen die anderen vier? Da gibt es offensichtlich noch eine Alternative. Dem ist so. Die anderen vier haben die 3a-Lösung einer Versicherung gewählt. Macht das denn einen Unterschied, ob ich da oder dort spare? Und wie!

Der wichtigste Unterschied: Bei der Banklösung geht es ausschliesslich ums Sparen. Bei der Versicherungslösung ist, wie es der Name besagt, das Vorsorgesparen mit einer Versicherung verbunden. So springt der Versicherer an deiner Stelle ein, wenn du erwerbsunfähig werden solltest. In einem solchen Fall zahlt er für dich die Prämien weiter ein. Teilweise lassen sich auch Todesfallrisiko und eine Erwerbsunfähigkeitsrente einschliessen.

 

Versicherungslösung mit Einzahlungspflicht

Sollte dir ein solcher Versicherungsschutz wichtig sein, muss du dir bewusst sein, dass damit eine Bedingung verknüpft ist. Du musst nämlich jährlich einen fixen Betrag einzahlen, und das mindestens bis du 59 (Frauen) respektive 60 (Männer) bist. Das bedeutet überdies, dass du bis zum Vertragsende an denselben Anbieter gebunden bist. Hast du dich dagegen für die Banklösung entschieden, kannst du dein Vorsorgeguthaben jederzeit zu einer anderen Bank transferieren.

 

Versicherungsschutz kostet

Der Versicherungsschutz ist natürlich nicht gratis zu haben. Von dem Betrag, den du jährlich einzahlst, wird ein bestimmter Anteil für die Versicherungsprämie und die Entschädigung des Versicherungsagenten, die sogenannte Provision, abgezogen. Dieser Abzug ist in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit am höchsten. Das macht sich vor allem dann negativ bemerkbar, wenn du den Vertrag vorzeitig auflöst, weil du das Geld beispielsweise für den Kauf von Wohneigentum verwenden möchtest. Unter dem Strich erhältst du da unter Umständen weniger, als du einbezahlt hast.

 

Flexible Einzahlungen bei der Banklösung

Einzahlungen in die Säule 3a kannst du nur tätigen, wenn du berufstätig bist. Solltest du einen Erwerbsunterbruch planen, sind in der Zeit keine Einzahlungen möglich. Bei der Banklösung ist das unkompliziert. Da kannst du jederzeit mit Einzahlungen pausieren, auch während du erwerbstätig bist. Bei der Versicherungslösung musst du dagegen beim Versicherer offiziell eine Prämienpause beantragen. Und die gewährt er dir nur, wenn du sie mit einer Weiterbildung oder einer Familienpause begründen kannst. Der maximale Unterbruch variiert zwischen einem und vier Jahren. In dieser Zeit werden die Prämien und Versicherungskosten aus deinem bislang angesparten Guthaben finanziert.

 

Wertschriftensparen: da wie dort sinnvoller

Bei der Bank- wie bei der Versicherungslösung kannst du dich für das Wertpapiersparen entscheiden, was sich angesichts der niedrigen Kontozinsen und angesichts des langen Anlagehorizonts beim Vorsorgesparen empfiehlt. Durch die Versicherungsprämien schmälert sich allerdings der Betrag, der dem Aufbau des Vorsorgeguthabens dient. Im Unterschied dazu dienen die Einzahlungen bei der Banklösung dagegen vollumfänglich dem Vermögensaufbau.

Welche Variante für dich die passendere ist, musst du entscheiden. Ganz nach dem Motto «Das eine tun und das andere nicht lassen» kannst du unter Umständen auch beide Möglichkeiten nutzen. Oder noch besser: Du trennst Sparen und Versichern voneinander, was allenfalls sogar günstiger ist.