Klarer Trend zu privater Vorsorge

Bist du auch im Trend? Herr und Frau Schweizer investieren vermehrt in die Säule 3a im Vergleich zum freiwilligen Einkauf in die 2. Säule.
Lies hier mehr, warum eine Investition in die Säule 3a die bessere Wahl ist.
Wie sorgst du für das Alter vor?

 

Klarer Trend zu privater Vorsorge

Wenn es um die Selbstvorsorge von Frau und Herrn Schweizer geht, zeichnet sich eine Trendumkehr ab: Die Einzahlungen in die Säule 3a haben den freiwilligen Einkäufen in die 2. Säule in den letzten Jahren den Rang abgelaufen. Während letztere 2016 rund 6,6 Mrd. Franken ausmachten, wurden im selben Jahr 10,4 Mrd. Franken in die Säule 3a einbezahlt, besagt die Statistik.

Im Zusammenhang mit freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse führte die Studie einer Vorsorgevergleichsplattform letzthin eine abenteuerliche These ins Feld, die von verschiedenen Medien unreflektiert aufgenommen wurde. Danach würden sich BVG-Einkäufe für gewisse Einkommen und abhängig von der jeweiligen Steuergemeinde nicht lohnen, weil der Staat durch Ergänzungsleistungen ein höheres Minimaleinkommen garantiere, als sich dies im Rahmen der maximal möglichen Einzahlungen in die 1. und 2. Säule erzielen lasse.

 

Bekenntnis zur Eigenverantwortung

Aber urteile selbst. Was würdest du vorziehen? Dereinst bei der kantonalen AHV-Stelle deine finanziellen Verhältnisse offenlegen und Ergänzungsleistungen beantragen zu müssen? Oder im Alter von dem Guthaben leben, das du während deiner Berufszeit im Rahmen der AHV, der Pensionskasse und privat aufgebaut hast? Das Wachstum in der Säule 3a spricht eher dafür, dass Frau und Schweizer ihre Vorsorge selbst an die Hand nehmen, als sich von staatlicher Unterstützung abhängig zu machen, wenn dies nicht nötig ist.

 

Digitale Plattformen vereinfachen das Sparen

Der Trend zur Säule 3a ist nachvollziehbar. Solange die obligatorischen Beiträge in die 2. Säule und unser Pensionsalter gleichbleiben, lassen sich die Rentenversprechungen zukünftig kaum mehr erfüllen, weil wir immer älter werden und das entsprechende Guthaben länger reichen muss. Da wo dies möglich ist, also im überobligatorischen Bereich, haben die Vorsorgeeinrichtungen den Umwandlungssatz, der die Rentenhöhe bestimmt, bereits gesenkt. Zum anderen erkennen immer mehr Sparerinnen und Sparer die Wichtigkeit der eigenverantwortlichen privaten Vorsorge. Digitale Plattformen wie Sparbatze machen das Vorsorgesparen einfach, flexibilisieren die Einzahlungen und ermöglichen die Mitbestimmung bei den Anlagen.

Die Säule 3a hat zwar den Nachteil, dass im Gegensatz zur 1. und 2. Säule im Alter ausschliesslich ein Kapitalbezug möglich ist. Die Anbieter haben diesen Bedarf erkannt und lancieren vermehrt Vermögensentnahmeplänen mit regelmässigen, renteähnlichen Auszahlungen.

 

Potenzial noch besser nutzen

Günstiger als in der 2. Säule ist das Sparen in der privaten Vorsorge aber alleweil, womit mehr für den Vermögensaufbau bleibt. Apropos: Momentan verschenken noch rund drei Viertel der Vorsorgesparerinnen und -sparer die Möglichkeit, mehr aus ihrem Vermögen zu machen. Erst ein Viertel aller Guthaben in der Säule 3a sind in Wertschriften investiert. Eine Chance, die sich umso mehr auszahlt, je länger der persönliche Anlagehorizont ist.