Gleichberechtigung: ein brachliegender Wirtschaftsfaktor

Gleichberechtigung als Wirtschaftsfaktor – das wirtschaftliche Potenzial ist enorm, wie das Beratungsunternehmen McKinsey ermittelt hat. Das globale Bruttosozialprodukt wäre bis 2025 um rund einen Achtel höher als heute, so die Studie «Delivering the Power of Parity».Interessiert? Lies mehr dazu im neusten folgenden Sparbatze Blogpost.  Und das Beste dabei, bei der Sparbatze Säule 3a kannst du bereits heute in die Gleichberechtigung investieren und diese so fördern. Mehr Informationen unter https://sparbatze.ch/home/themenfonds/.

 

Gleichberechtigung: ein brachliegender Wirtschaftsfaktor

Die Ökonomen sind sich derzeit uneins, wie stark die Coronakrise der Wirtschaft zu schaffen macht. Die einen zeichnen weiterhin ein düsteres Bild, andere sehen bereits wieder einen Silberstreifen am Horizont und nehmen ihre negativen Prognosen etwas zurück.

Ein wesentliches wirtschaftliches Potenzial bleibt dabei bislang wenig genutzt: die Gleichberechtigung in Beruf und Familie. Stell dir vor, rund um den Erdball würden Frauen und Männer bei gleicher Arbeit gleich viel verdienen, würden Chef- und Verwaltungsratsposten ausgeglichen wahrnehmen und zu gleichen Teilen Familien- und Erwerbsarbeit leisten. Das entsprechende wirtschaftliche Potenzial ist enorm, wie das Beratungsunternehmen McKinsey ermittelt hat. Das globale Bruttosozialprodukt wäre bis 2025 um rund einen Achtel höher als heute, so die Studie «Delivering the Power of Parity».  Allein in Westeuropa mache das Wachstumspotenzial 2,1 Billionen US-Dollar aus. Voraussetzung wären neben dem kulturellen Wandel Investitionen in Bildung, Betreuungsangebote und medizinische Versorgung.

 

Gesetzliche Vorgaben als Treiber

In der Schweiz verleihen zwei Gesetzesänderungen dem Wandel zur Gleichheit Schwung. Zum einen verpflichtet das revidierte Gleichstellungsgesetz Firmen mit über 100 Mitarbeitenden eine Lohnanalyse vorzunehmen, um Ungleichheiten sichtbar zu machen. Ein Zwang, damit auch Massnahmen zur Beseitigung von Lohndiskriminierung zu verbinden, besteht zwar nicht, aber der öffentliche Druck wächst. Zum anderen sieht die Aktienrechtsrevision vor, dass Frauen und Männer in Verwaltungsrat zu mindestens 30 Prozent und im Management zu mindestens 20 Prozent vertreten sein sollen. Allerdings gilt die Regelung nur für börsenkotierte Unternehmen. Hier ist zu hoffen, dass die anderen Firmen im Sinne vorbildlicher Geschäftsführung in diesem Fahrwasser folgen.

In Sachen Ausbildung haben Frauen in den OECD-Ländern die Männer bereits überholt. Dort haben 43 Prozent aller Frauen vor ihrem 30. Geburtstag eine tertiäre Ausbildung absolviert, verglichen mit 29 Prozent der Männer. In der Schweiz sind die Zahlen bei den höheren Ausbildungen ähnlich.

 

Investieren mit der Gleichheitsbrille

Druck, die Gleichheit schneller voranzutreiben, könnte noch von anderer Seite her kommen. Derzeit lässt sich nämlich ein starker Trend zum sogenannten «Gender Lens Investing» feststellen. Dabei handelt es sich um ein Anlagekonzept aus dem Bereich des nachhaltigen Investierens, bei dem ausschliesslich in Firmen investiert wird, die sich in der Gleichberechtigung als Vorreiter beweisen. Das Angebot und das Volumen solcher Anlageinstrumente wächst überdurchschnittlich. Interessant zu beobachten ist, dass der Trend auch bei den Anbietern solcher Instrumente ein Umdenken bewirkt und sie Gleichberechtigung vorleben.

Auch wenn der Weg zur Gleichberechtigung noch ein langer ist – in Westeuropa soll es laut dem Global Gender Gap Report des World Economic Forums noch rund 60 Jahre dauern: Mit solchen Anlagen kannst du einerseits ein Thema fördern, dass dir persönlich wichtig ist, und anderseits Einfluss darauf nehmen, dass sich die Gleichberechtigung in Wirtschaft und Gesellschaft schneller durchsetzt. Die gute Nachricht: Sparbatze bietet dir diese Möglichkeit ebenfalls.