Der Traum vom langen Leben hat ein Preisschild

Wie alt willst du werden? Die häufigste Antwort wird wohl «so alt wie möglich» sein. Damit dies erreicht werden kann, muss schon heute auf die Gesundheit geachtet und für die Zeit der Rente finanziell vorgesorgt werden, damit im Alter keine bösen Überraschungen drohen.
Wie sorgst du im für einen finanziell unabhängigen Lebensabend vor?

Der Traum vom langen Leben hat ein Preisschild

«Wie alt willst du werden?» fragte letzthin ein grosser Schweizer Krankenversicherer junge Frauen und Männer zwischen 18 und 29 Jahren. Und sie wollen richtig alt werden die 2000 Befragten, deutlich älter als es die aktuellen Statistiken verheissen. Im Schnitt wollen sie noch ihren 98. Geburtstag feiern, junge Männer sogar ihren 108.

Ein kurzer Realitätscheck: Mädchen mit Jahrgang 2018 haben laut Statistik eine Lebenserwartung von 85,4 Jahren, Jungen desselben Jahrgangs eine solche von 81,7 Jahren. Heute werden erst 18 von 100 000 Schweizerinnen und Schweizern älter als 100. Allerdings hat sich ihre Zahl zwischen 1950 und 2010 in jeder Dekade verdoppelt.

Damit der Traum vom langen Leben Wirklichkeit wird, seien die jungen Menschen bereit zu investieren, besagt die erwähnte Studie – nicht etwa, so der spontane Gedanke, beispielsweise in Unternehmen, die im Bereich Zelltherapien forschen, die den Alterungsprozess verlangsamen. Nein, vielmehr in einen gesunden Lebensstil im Sinne sportlicher Aktivitäten und bewusster Ernährung.

Das deckt sich auch mit den Ergebnissen einer Studie eines grossen Schweizer Lebensversicherers zum Altern im Zeitalter der Digitalisierung. Dort nenne die 20- bis 40-Jährigen Gesundheit als wichtigstes Ziel nach der Pensionierung, gefolgt von Zufriedenheit und Partnerin respektive Partner. Die eigenen Finanzen folgen erst auf Platz 4.

Wer sich ein langes Leben erhofft, tut allerdings gut daran, sich auch Gedanken zu machen, wovon er dereinst leben will. Bereits heute kämpft das etablierte Vorsorgesystem mit den Auswirkungen der in den letzten Jahrzehnten exponentiell gestiegenen Lebenserwartung. Denn es ist nicht darauf ausgelegt, dass sich ein immer längeres Rentnerleben mit dem Zwangssparen aus maximal knapp 50 Berufsjahren finanzieren lässt. Daran kann auch ein Drehen an ein paar Stellschrauben, wie die aktuell diskutierte Erhöhung des offiziellen Rentenalters oder die Senkung des Umwandlungssatzes bei den BVG-Renten nur wenig ändern.

Soll der Traum vom langen Leben also nicht in einem finanziellen Albtraum enden, kommen wir nicht darum herum, die finanzielle Vorsorge auch in die eigenen Hände zu nehmen. Und je früher wir damit beginnen können, umso besser stehen unsere Chancen, mehr aus unserem freiwillig Ersparten zu machen. Unkomplizierte Säule-3a-Lösungen eignen sich ideal dafür. Da es aber weiterhin nicht danach aussieht, dass unser dort Erspartes nennenswerte Zinsen abwerfen wird, sollte sich das Augenmerk auf das Wertschriftensparen richten. Die erfreuliche Nachricht für alle, die 100 und älter werden wollen: Die alternde Bevölkerung lässt sich bei Sparbatze als Anlagethema wählen.

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