FAQs

Wertschriften oder Konto?

Grundlegend gibt es zwei Arten von Säule 3a Lösungen, die Konto- und die Wertschriftenlösung. Bevor du dich für eine Lösung entscheidest, musst du bedenken, dass die Säule 3a vornehmlich der Altersvorsorge dient und dein Geld langfristig angelegt wird. Das Ersparte kann nur in wenigen gesetzlich geregelten Ausnahmefällen bezogen werden.
Über die Kontolösungen  wird das Geld mit vergleichsweise geringem Risiko angelegt. Die Gelder «liegen» sozusagen nur auf einem Sparkonto mit dem Nachteil, die Inflation mit den aktuell niedrigen Zinsen nicht ausgleichen zu können.
Bei Investitionen in Wertpapiere (Mindestanlagedauer von 5-10 Jahren) lohnt sich diese Langfristigkeit und führt zu höheren Ertragschancen über den Zinseszinseffekt. Zudem bringt eine Investition in Realwerte wie Aktien und Immobilien einen gewissen Inflationsschutz.

Vom Zinseszinseffekt spricht man, wenn man auf den erhaltenen Zins in Zukunft wieder Zins bekommt. Manchmal wird er auch als achtes Weltwunder bezeichnet. Der Zinseszinseffekt hat einen immensen Einfluss auf dein Anlageergebnis und kann deinem angesammelten Kapital bis zum Ende der Spardauer noch einmal einen kräftigen Schub geben. Werden CHF 1‘000 mit 10% pro Jahr verzinst, erhältst du CHF 100 am Ende des Jahres. Bei einer gewöhnlichen Verzinsung bleibt dies so Jahr für Jahr. Beim Zinseszins hingegen werden diese CHF 100 auf die CHF 1‘000 aufsummiert, sodass du im zweiten Jahr schon CHF 110 erhältst. Je länger die Anlagedauer ist, desto höher ist der Effekt. Darum ist es wichtig, langfristig mit Wertschriften, statt mit Kontolösungen vorzusorgen.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsengehandelte (Index)Fonds und bilden meist die Wertentwicklung eines Index (z.B. SMI für Schweizer Aktien) ab. Mit ETFs kannst du mit einem Wertpapier kostengünstig in ganze Märkte investieren. Neben Aktien hast du die Möglichkeit, mit ETFs in andere Anlageklassen wie Anleihen oder Rohstoffe zu investieren. ETFs sind kosteneffektiv, transparent und flexibel und daher ideal für die private Vermögensanlage geeignet.

Indexfonds sind Anlagefonds, die einen bestimmten Börsenindex (z. B. DAX, Dow Jones Industrial Average) möglichst exakt nachbilden. Um das zu erreichen, investieren die Fonds zum Beispiel in die dem Index zugrunde liegenden Wertpapiere im gleichen Verhältnis wie der Index. Andere Fonds nutzen Derivate (Swaps), um die Wertentwicklung des Fonds an den Index zu binden.

Alle Erwerbstätigen, welche ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielen, können in die Säule 3a einzahlen. Grundsätzlich ist das ab dem 18. Lebensjahr möglich.

Das Ziel eines aktiv gemanagten Fonds ist es, den gewählten Markt nicht nur abzubilden, sondern zu schlagen. Für das aktive Management ist ein Fondsmanager zuständig, der auf detaillierte Expertenanalysen zurückgreift und sich mit einem Research-Team zur Bewertung von Aktien austauscht.
Ein indexierter Fonds versucht hingegen, den gewählten Markt möglichst genau abzubilden. Hierfür werden Portfolio-Management-Systeme verwendet. Indexierte Fonds sind meist kostengünstiger, da sie mit weniger Verwaltungsaufwand verbunden sind.

Nein. Sobald wir dein Vermögen investiert haben, bist du grundsätzlich den Marktbewegungen der Börse ausgesetzt.
Durch eine Änderung deiner Anlagestrategie kannst du steuern, welche Teile deines Vermögens in Aktien oder Anleihen investiert werden.

Ja, denn mit unseren Anlageprodukten investierst du auch im Ausland. Fremdwährungen bieten zwar viele Chancen, bergen jedoch auch Risiken. Auch in CHF gehandelte Instrumente, welche ausserhalb des Schweizer Frankens investieren, beinhalten die Risiken und Chancen von Fremdwährungen.

Indexfonds und ETFs sind in ihrer Struktur sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in der Art, wie sie gehandelt werden. Gewöhnliche Indexfonds werden täglich oder in einem anderen Zeitraum einmal zu einem festgelegten Preis gekauft oder verkauft, während ETFs direkt an der Börse gehandelt werden. ETFs und Indexfonds zählen zu den passiven Anlageprodukten, denn beide bilden meist einen Index ab, versuchen aber nicht diesen aktiv zu übertreffen. Solche passiven Anlagefonds eignen sich besonders für Anleger, die dauerhaft und preisgünstig mit einer einzigen Transaktion breit gestreut in einen Markt investieren möchten.

Sobald du in die Säule 3a investierst, bist du entweder dem Risiko von niedrigen Zinsen und Inflation bei Kontolösungen, sowie Markt- und Währungsrisiken bei Wertschriftenlösungen ausgesetzt.
Um diesen entgegen zu wirken bietet Sparbatze diverse Anlagestrategien mit verschiedenen Risikoprofilen an. Dein Anlegerprofil ist die Basis für die Definition deiner Anlagestrategie. Es zeigt auf, welche Strategie am besten zu dir passt. Bei Sparbatze erstellen wir dein Anlegerprofil aus deinen Antworten zu sieben Fragen u.a. zu deiner finanziellen Situation. Dabei werden deine Risikofähigkeit und deine Risikobereitschaft festgestellt. Der tiefere der beiden Werte entspricht deinem Anlegerprofil.

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Säule 3a im Allgemeinen

Einzahlungen dürfen bis fünf Jahre nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV gemacht werden, sofern ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wird.

Pro Institut (Bank oder Versicherung) können bis zu fünf Konti/Depots eröffnen werden. Es ist möglich, bei mehreren Banken und Versicherungen Konten zu halten. So können z.B. bei vier Instituten acht Konti gleichzeitig gehalten werden. Mit einem gestaffelten Bezug kann die Steuerbelastung reduziert werden.  In der Praxis geht man von bis zu fünf Konti gleichzeitig als optimale Lösung aus.

Der eingezahlte Betrag in die 3a-Konten können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Dadurch kann die jährliche Steuerrechnung reduziert werden. Dazu musst du die Einzahlungsbescheinigung der Bank oder Versicherung der Steuererklärung beilegen.

Das Schweizer Vorsorgesystem (3-Säulen-Modell) ist wie folgt aufgebaut:

  • 1. Säule: staatliche Vorsorge (obligatorisch)
  • 2. Säule: berufliche Vorsorge (obligatorisch)
  • 3. Säule: private Vorsorge (freiwillig)

Die staatliche Vorsorge umfasst die Alters-, Hinterlassenenversicherung und Invalidenversicherung (AHV/IV), sowie die sogenannten Ergänzungsleistungen (EL). Diese dienen der Existenzsicherung im Alter, Todesfall oder bei Invalidität.

Die 2. Säule stellt die berufliche Vorsorge (BVG) dar. Das Ziel dieser Säule ist es die Leistungen der 1. Säule zu ergänzen. Hier werden alle Erwerbstätigen mit einem Jahreslohn von über 21’330 CHF (BVG Mindestjahreslohn) automatisch versichert. Zur 2. Säule gehören auch die berufliche Unfallversicherung, die Krankentaggeldversicherung sowie die Freizügigkeitseinrichtungen.

Die freiwillige private Vorsorge lässt sich in die gebundene (3a) und die freie (3b) unterteilen. Da die Beiträge aus der 1. und 2. Säule oft nicht im Alter ausreichen, um den gewohnten Lebensstil beizubehalten, entscheiden viele Menschen die Vorsorgelücke mit einer privaten Vorsorge zu schliessen.
Die gebundene Vorsorge ist langfristig angelegt und dient zum Aufbau von Kapital. Alle Erwerbstätigen können diese Vorsorge in Anspruch nehmen. Eine frühzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen (Selbstständigkeit, Abwanderung, Finanzierung von Wohneigentum, Einzahlung in die 2. Säule) möglich und die Einzahlungen bis zu einem Maximalbetrag von 6‘826 CHF (Angestellte) oder 34‘128 (Selbständigerwerbende ohne PK, bis 20% des Erwerbseinkommens) sind steuerbegünstigt. Zudem kann die Auszahlung auch aufgeschoben werden, sollte die Person auch nach dem allgemeinen Pensionsalter noch erwerbstätig sein. Dies ist jedoch nur bis zu 5 Jahren (Männer bis max. 70 Jahren und Frauen bis max. 69 Jahren) möglich. Mit Sparbatze kannst du dein 3a-Konto jetzt eröffnen!

Die freie Vorsorge oder auch die ungebundene Vorsorge ist frei von staatlichen Auflagen bezüglich Einzahlungen, Verfügbarkeit und Zeitpunkt der Auszahlung. Auch hier können Steuern gespart werden, doch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Produkte dieser Säule werden oft als Teil von Gesamtlösungen wie Lebensversicherungen oder Wohneigentum angeboten. Bei Sparbatze kannst du auch mit der ungebundenen Vorsorge sparen.

Die Säule 3a ist eine der drei Säulen des Schweizer Vorsorgesystems. Die dritte Säule stellt die freiwillige private Vorsorge dar und lässt sich in Säule 3a (gebundene Vorsorge) und Säule 3b (freie Vorsorge) unterteilen. Die Säule 3a ist eine individuelle, private Vorsorge, welche Erwerbstätigen ermöglichen soll, Kapital aufzubauen, um den aktuellen Lebensstandard auch im Alter beizubehalten. Die 3. Säule wird vom Staat steuerlich begünstig. Einzahlung in die 3. Säule können bis zum jährlichen Maximalbetrag vom Einkommen abgezogen werden. Erwirtschaftete Erträge sind steuerfrei. Erst wenn die Säule 3a unter bestimmten Voraussetzungen aufgelöst wird, fallen reduzierte Steuern an.

Zugelassen sind zwei Formen:

  • Die gebundene Vorsorgevereinbarung mit einer Schweizer Versicherungsgesellschaft.
  • Die gebundene Vorsorgevereinbarung mit einer Bankstiftung.

Dabei lassen sich die Produkte der Säule 3a nur leicht unterscheiden:

  • Vorsorgepolicen: Schweizer Versicherungen dürfen genau wie Banken Säule 3a Lösungen anbieten. Diese werden jedoch in Kombination mit einem integrierten Versicherungsschutz offeriert.
  • Zinskonti: Kontilösungen sind die risikofreiere Variante der Säule 3a, da diese nicht den Schwankungen der Entwicklung von Wertpapieren unterworfen sind. Dies geht jedoch zu Lasten der konservativeren Wertentwicklung.
  • Wertschriftenlösungen: Ein Teil des Kapitals wird in Wertpapiere (z.B. Aktien) investiert. Diese Art kann eine gute Rendite ergeben, ist aber mit Wertschwankungen verbunden. Jedoch kann wegen der höheren Rendite der Zinseszins Effekt deutlich effektiver genutzt werden.

Das Säule 3a Kapital ist nicht Teil der gesetzlichen Erbmasse. Beim Tod des Vorsorgenehmers wird das Säule 3a Kapital im Normalfall in der Reihenfolge der festgelegten, gesetzlich vorgeschriebenen Begünstigungsordnung vererbt. Wie bei einer Todesfallversicherung fallen die Leistungen nicht in den Erbnachlass und müssen nicht zwischen den Erben geteilt werden. D Säule 3a Vermögen wird direkt an die begünstigten Personen ausbezahlt. Folgende Personen sind gesetzlich als begünstigte Personen in den Kategorien 1-5 zugelassen:

  1. Der oder die überlebender Ehegatte oder eingetragene Partner.
  2. Die direkten Nachkommen sowie die natürlichen Personen, die von der verstorbenen Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit dieser in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamen Kindern aufkommen muss
  3. Die Eltern
  4. Die Geschwister
  5. Die übrigen Erben

Es können jedoch Personen aus den obigen Kategorien als Erben bestimmt und deren Ansprüche näher festgelegt werden.

Die Reihenfolge ab der 3. Kategorie kann vom Versicherungsnehmer beliebig geändert werden.

  1. Bei der Pensionierung, frühestens 5 Jahre vor und spätestens 5 Jahre nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters
  2. Einkauf in die 2. Säule (Pensionskasse)
  3. Wenn der Vorsorgenehmer eine ganze Invalidenrente bezieht und das Invaliditätsrisiko nicht versichert ist
  4. Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  5. Wenn der Vorsorgenehmer die Schweiz endgültig verlässt
  6. Erwerb von Wohneigentum zum Eigenbedarf oder Rückzahlung von Hypothekardarlehen

Erwerbstätige mit einer Pensionskasse können ein Maximalbetrag von CHF 6’826 jährlich steuerbegünstigt einzahlen. Selbstständigerwerbende ohne Pensionskasse können 20% ihres Einkommens, jedoch aber maximal CHF 34’128, in die Säule 3a einzahlen.

Es gibt grundsätzlich drei grosse Unterschiede zwischen einer Säule 3a Banklösung und einer Säule 3a Versicherungspolice.:

  1. Die Versicherungen schliessen mit ihren Kunden einen langfristigen Vorsorge-Versicherungsvertrag ab. Entweder einen Risikoschutz (Invalidität und Tod) und oder eine Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit. So verpflichtet man sich z.B. in einer fondsgebundenen Säule 3a Lebensversicherung, bis zur Pensionierung monatlich einen fixen Betrag einzuzahlen. Es wird in diesem Zusammenhang auch von Zwangssparen gesprochen. Aufgrund von sich verändernden Lebenssituationen können jedoch die Zukunftspläne ändern und eine Versicherungspolice muss gekündigt werden. Eine vorzeitige Kündigung ist fast immer mit hohen Verlusten verbunden, da nur noch der Rückkaufswert zurückerstattet wird. Der Rückkaufswert hängt von der bisherigen Laufzeit der Versicherung ab. Bei einer Säule 3a Banklösung gibt es dieses Zwangssparen nicht und der Kunde kann flexibler auf Änderungen der Lebensumstände reagieren. Falls der Kunde ein paar Jahre nicht einbezahlt, hat dies keine finanziellen Verluste zur Folge. Zudem kann der Kunde die Höhe der Einzahlungen flexibel gestalten, schon ab 1 CHF.
  1. Eine Versicherung ist gemäss dem Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet, jede Lebensversicherung, für welche während mindestens drei Jahre eine Prämie entrichtet worden ist, ganz oder teilweise zurückzukaufen. In vielen Fällen ist der Rückkaufswert in den ersten Jahren Null und der Versicherte verliert bei einer vorzeitigen Auflösung einen grossen Teil des einbezahlten Kapitals. Der Rückkaufswert variiert individuell zwischen den Versicherungen. Bei einer vorzeitigen Kündigung werden Verwaltungs- und Risikokosten sowie bezahlte Provisionen an den Versicherungsverkäufer in Abzug gebracht und mindern den Rückkaufswert. Bei einer Säule 3a Banklösung hat man jederzeit 100 % Transparenz in Bezug auf das Säule 3a Vorsorgevermögen. Bei einer Kündigung kann das Säule 3a Vermögen problemlos zu einer anderen Bank transferiert werden.
  1. Der Kunde kann heute bei der gleichen Bank bis zu fünf Säule 3a Konti/Depots eröffnen, wogegen man bei einer Versicherung normalerweise nur eine Säule-3a-Police abschliessen kann. Grundsätzlich wird empfohlen, bis zu fünf verschiedene Säule 3a Konti/Depots bis zur Pensionierung zu führen, welche man dann gestaffelt über fünf Jahre beziehen kann. Mit der Staffelung auf fünf verschiedene Konti/Depots kann man darum der Steuerprogression brechen.

Es gilt die Faustregel: Gespart wird auf der Bank, die Risiken deckt die Versicherung ab.

 

Man kann bis zum Erreichen des Pensionsalters (65 Jahren bei Männern und 64 Jahren bei Frauen) einzahlen. Ist man aber noch nach dem Pensionsalter erwerbstätig, so kann man höchstens 5 weitere Jahre einzahlen.

Die Einzahlungen in die Säule 3a sind steuerbegünstigt, da diese nicht als Vermögen in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Bei der Auszahlung hingegen fallen Steuern an. Um auch hier Steuern einzusparen, empfiehlt sich eine Staffelung der Bezüge. Die Säulen 3a können in verschiedenen Steuerperioden aufgelöst werden, um so die Steuerprogression zu brechen. Damit können beachtlich Steuern eingespart werden.

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