Bildung macht sich bezahlt

Gemäss J.F. Kennedy gibt es nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, nämlich keine Bildung. Auch wenn Frauen noch weniger verdienen als Männer, konnten sie die Männer in Sachen Bildung sogar überholen. Studien haben gezeigt, dass besonders Frauen mit einem höheren Bildungsniveau vermehrt in Wertschriftenlösungen der Säule 3a investieren, um so besser vorzusorgen.
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Bildung macht sich bezahlt

«Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung», soll John F. Kennedy einst gesagt haben. Wie zutreffend die Aussage des früheren US-Präsidenten noch heute ist, belegen diverse Studien. Sie zeigen unmissverständlich auf, dass zwischen der höchsten abgeschlossenen Ausbildung einer Person und ihrem Erwerbseinkommen ein direkter Zusammenhang besteht.

Das macht Sinn. Denn je höher das Bildungsniveau ist, desto besser sind die beruflichen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Und das wirkt sich wiederum positiv auf die Höhe des Erwerbseinkommens aus. Die Differenz des Medianlohns zwischen Arbeitnehmenden mit einem Hochschulabschluss und Arbeitnehmenden, die nach einer beruflichen Grundausbildung keine höheren Abschlüsse gemacht haben, macht in der Schweiz bis zu 80 Prozent aus.

 

Frauen erreichen höhere Bildungsrendite

Frauen profitieren überproportional von mehr Bildung als Männer. Je höher ihr Bildungsniveau ist, desto stärker nähert sich ihr Einkommen demjenigen der Männer an, auch wenn sie im Durchschnitt immer noch weniger verdienen als ihre männlichen Arbeitskollegen. Nachdem sie die Männer bei der Abschlussquote auf Stufe Lizentiat, Diplom und Bachelor in den letzten zehn Jahren deutlich überholt haben, fordern sie hoffentlich auch vermehrt gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit ein respektive eine bessere Salarierung für bessere Ausbildung.

 

Bessere Voraussetzungen für bessere Vorsorge

Diese Entwicklung ist in zweierlei Hinsicht positiv. Ein höheres Einkommen verbessert die Chancen, ausreichend für sein Alter vorsorgen zu können. Frauen sind im aktuellen Vorsorgesystem insofern benachteiligt, dass es immer noch grossmehrheitlich sie sind, die ihre berufliche Laufbahn für die Familie unterbrechen oder ihre Erwerbstätigkeit zumindest vorübergehend reduzieren. So können sie sich im Schweizer Vorsorgesystem, das von einer lückenlosen Berufsbiografie ausgeht, handfeste Vorsorgelücken einhandeln.

Frauen mit einem höheren Bildungsabschluss investieren ihr Geld ausserdem tendenziell öfter in Wertschriften, statt es bloss auf dem Konto zu belassen. Das ist im aktuellen Umfeld sowohl in der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) wie in der freien Vorsorge (Säule 3b) ratsam, da das Guthaben auf dem Konto im anhaltenden Tiefzinsumfeld kaum Zinsen abwirft oder unter Umständen sogar noch Negativzinsen dafür zu zahlen sind.

Die Studie einer amerikanischen Bank ergab vor zwei Jahren, dass jede vierte der dort befragten Frauen bedauert, nicht mehr Geld investiert zu haben und so die Chance verpasst zu haben, ihre Vorsorge zu stärken. Denn mit den Ertragschancen, die die Kapitalmärkte bieten, lässt sich das besser bewerkstelligen als nur mit Kapitaleinzahlungen. Als Grund dafür gaben sie an, dass ihnen das nötige Wissen fehlte. Höchste Zeit also, auch diese Bildungslücken zu füllen.